4 Comments

  1. Markus

    Hallo an die Hosts der Kulturpessimisten und alle ihre Zuhörer.

    Ich will mich erst einmal dafür bedanken, dass ihr meinen Vorschlag, “The Expanse” zu besprechen, so bereitwillig und zügig aufgenommen und der Serie in eurem Podcast gleich soviel Zeit gewidmet habt. Es war nur eigentlich kein “Wunsch” meinerseits, eher eine Frage/ ein Vorschlag. Nichtsdestotrotz bin ich natürlich sehr dankbar, eure Meinung zu einer meiner Top-5 Serien des letzten Jahres erfahren zu haben. Erics Einwand, dass Intro erinnere doch sehr an das von Game of Thrones war mir bis dahin so noch nie aufgefallen. Er hat natürlich recht! Es freut mich auch, das Becci durch die Besprechung auf die Serie aufmerksam geworden ist und das sie ihr so gut gefallen hat.

    Ich stimme euch zu, dass die erste Season doch eher sehr “behäbig” daher kommt und sich viel Zeit lässt. Für mich macht aber das gerade den Charme der ersten Season aus. Nachdem ich damals den Trailer zu The Expanse gesehen hatte, habe ich mir das Erste Buch der Serie gekauft. Ich war angenehm überrascht, dass sich die Serie ganze 10 Episoden Zeit nimmt, um gerade mal grob 2/3 des ersten Bandes zu erzählen und das sie auch noch – von einigen Anpassungen und Übertragungen aus Band 2 abgesehen – wirklich sehr nahe am Original des Buches geblieben ist. Das ist bei Science Fiction Roman Verfilmungen ja sonst nicht unbedingt der Fall.

    Ich stimme Christopher zu, dass Season 2 dann doch deutlich schneller und actionlastiger daher kommt. Aber zumindest für mich, der nun auch schon Band 2 gelesen hat (im übrigen besser als Band 1 und 3), geht der oben beschriebene “Charme der Langsamkeit” leider verloren. Schade, aber das ist vermutlich der Massenkompatibiltät geschuldet. Deswegen ist Season 2 natürlich nicht wirklich schlechter, im Gegenteil, die Story ist immernoch top und beim CGI haben sie nochmal ne Schippe draufgelegt. Aber ich vermisse eben irgendwo das Tempo der Season 1.

    Was ihr bei eurer Besprechung der Schauplätze in der Serie – vielleicht – vergessen habt: Die Erde ist in 23. Jahrhundert kein Paradies. Schon im Intro sieht man, dass die Klimaerwärmung wohl voll zugeschlagen hat und aus Season 2 und den Büchern lernt man, dass inzwischen 20 Milliarden Menschen auf der Erde leben, aber wohl über 50% arbeitslos sind und von Stütze leben … oder besser: existieren. Dass das Wasser vergiftet und das Land knapp ist und das Innovationen inzwischen vom Mars kommen, weil die klügsten Leute dorthin ausgewandert sind. In einem der Trailer zusammengefasst als: “Ein Imperium im Niedergang begriffen”

    Was mich noch interessiert hätte, wäre eure Meinung zur deutschen Synchro gewesen? Natürlich ist es schwer, Kunstbegriffe wie Earther, Duster oder das Belter Creol vernünftig zu übersetzten oder zum Original passende Stimmen zu finden. Aber irgendwie kann ich mit der deutschen Synchro einfach nicht viel anfangen. Was auch irgendwie schade ist, denn es fällt mir manchmal schwer, dem O-Ton 100% zu folgen.

    Nochmals vielen Dank für eure Besprechung. Ich hoffe, mein “Wunsch” hat jetzt nicht dazu geführt, dass ihr in Anfragen und Sendungswünschen ungeduldiger Nerds ertrinkt. Denn ihr macht euren Job auch so wirklich sehr gut und freue mich immer wieder, wenn ich im Podcatcher eine neue Folge der Kulturpessimisten finde.

    Danke,

    Markus

  2. Hallo ihr drei,

    ich hatte ja schon auf Twitter geschrieben, dass das eine sehr, sehr schöne Folge war!

    Auf euren Wunsch auf Twitter nach einer Ergänzung, möchte ich tatsächlich noch etwas ergänzen und zwar zu eurer Besprechung von Elle.

    Ich habe den Film zwar nicht gesehen, aber wir hatten im Spätfilm das Thema “Rape Revenge” auch schon das ein oder andere Mal und werden es demnächst in Kill Bill wieder besprechen.

    Wie ihr richtig sagt, ist es super-problematisch. Ich weiß nicht, wie Verhoeven das inszeniert hat, aber gerade “die Vergewaltigung als Akt der Ermächtigung der Frau” ist ein sehr alter Trope, der oft nur verwendet wird als einfacher Drehbuch-Trick um weibliches Handeln insgesamt und Gewalt durch Frauen (in Form von Rache) im besonderen zu begründen. Dahinter steht natürlich die Tradition, das Protagonisten in Filmen zumeist männlich sind und Dehbuchautoren (männlich) oft glauben, sie müssten einen Grund liefern, warum eine Frau zur handelnden Charakterin wird. Aus eurer Besprechung klang an, dass Verhoeven das etwas differenzierter macht, aber es gibt noch viele weitere Probleme

    Ein sehr guter Grundlagen-Text zu Vergewaltigungen im Film kommt vom FILM CRIT HULK:

    http://birthmoviesdeath.com/2014/04/29/can-hulk-complain-about-game-of-thrones-rape-scene-yet

    Wer mehr wissen möchte, findet viele Artikel dazu im Blog ‘Bitch Flicks’, die das Thema und warum es meistens schlecht dargestellt ist, ausführlich behandeln:

    http://www.btchflcks.com/?s=rape+revenge

  3. Zu Batman:
    ich fand die Nolan Trilogie gut, hat gezeigt wie es vielleicht wäre wenn es Batman wirklich geben würde. Die früheren Filme hab ich hin und wieder mal im TV gesehen aber nie ganz.
    Den Lego Batman Film werd ich mir auch noch anschauen.
    Starbound hab ich in der Early Access Phase mal angespielt und werd es mir bald nochmal anschauen.
    Gerade schaue ich Daredevil S2 zu Ende und werde wohl danach The Expanse schauen, ihr habt mich neugierig darauf gemacht 😀

    • Inzwischen habe ich Daredevil Staffel 2 durch und muss sagen dass die mir deutlich besser gefällt als Staffel 1 und Iron Fist.
      The Expanse hab ich auch schon durch und möchte nun die zweite Staffel sehen.

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